Vorbereitung/Ablauf einer freien Trauerfeier

Lichtvolle, würdevolle und persönliche Wege des Anschieds …

ÜBERLEGUNGEN IM VORFELD:

Es ist gut, im ersten Schritt der Planung einer freien Trauerfeier grundsätzlichen ÜberlegungenRaum zu geben und diese ggf. in der Familie sowie engen Angehörigen und/oder wichtigen Freunden abzustimmen:

  • Wer sollte außer Ihnen bei der Vorbereitung der freien Trauerfeier anwesend sein bzw. miteingebunden werden?

  • Gibt es unterschiedliche Wünsche/Vorstellungen über die Art des Abschiednehmens in der Familie?

  • Hat die/der Verstorbene Wünsche im Vorfeld zur Beerdigung geäußert! Gabe es hierzu Bemerkungen, die in Erinnerung geblieben sind. Oder gab es sogar einen schriftlichen Wunsch dafür?

  • Wie sollte die freie Trauerfeier sein, damit Sie sowie Familie und Freunde sich gerne später erinnern?

Nehmen Sie anschließend Kontakt mit mir auf und wir besprechen die weitere Vorgehensweise und suchen einen Termin für das Vorbereitungsgespräch

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Planung des Ablaufs einer freien Trauerfeier

Den Möglichkeiten des Ablaufs einer freien Trauer sind wenig Grenzen gesetzt – ihre Bedürfnisse und Wünsche stehen im Mittelpunkt!

Ich empfehle den folgenden Ablauf als möglichen roten Faden – dieser Faden kann in jede Richtung beliebig verändert werden oder gänzlich verändert werden. Der Folgende Ablauf dient zur Orientierung:

1)     Glockengeläut: Ich persönlich finde es schön, wenn Glocken läuten. Seit jeder ist der Klang einer Glocke die Einladung, dass sich Menschen zu einem bestimmten Anlass versammeln. Es können die Glocken der Aussegnungshalle sein – falls dies möglich ist. Oder die Glocke kommen „vom Band“. Mein Handy mit mobilen Bluetooth Lautsprecher deckt grundsätzlich die musikalische Begleitung einer Trauerfeier ab.

2)     Einstimmung/Begrüßung: Ich finde es gut und wichtig, die trauernden Angehörigen und Freude zu begrüßen und mit einstimmenden Worten in die Feier zu integrieren. Auch ein Gebet kann als Begrüßung gewählt werden.

3)     Ausgewähltes Musikstück: die musikalische Umrahmung der Gedenkfeier kann aus ausgewählten Lieblingsmusikstücken der Verstorbenen/des Verstorbenen bestehen. Ebenso kann die Musik nach den Wünschen der Angehörigen gewählt werden – live oder digital!

4)     Persönliche Worte: die persönliche und individuelle Trauerrede zur Würdigung des Lebens der Verstorbenen/des Verstorbenen ist Kernelement einer freien Trauerfeier. Die Dauer beträgt in der Regel 5 bis max. 10 Minuten. Es gilt den Verstorbenen bzw. die Verstorbene „echt“ wiederzugeben.  Dazu zählen besonders Anekdoten, die einen Menschen in liebevoller Erinnerung wieder aufleben lassen. Worte, die Anlass geben zu weinen oder auch ein schmunzeln oder lachen hervorrufen! In dem schweren Moment des Abschiednehmens wird durch die persönliche und individuelle Gestaltung einer Trauerrede automatisch etwas von der Schwere des Abschieds genommen.

5)     Aktive Beteiligung Ihrerseits als Angehörigen und/oder Freunden: eine aktive Beteiligung kann in unterschiedlicher Weise erfolgen, beispielsweise durch das das Vorlesen eines Gedichts, eines Gebets, eine Zitats sowie Sinnspruchs oder persönlich verfasster Worte.  

6)     Ritual des Gedenkens: ein Ritual kann ein sehr würdevoller und persönlicher Beitrag während einer freien Gedenkfeier sein. So können alle Trauergäste zum Beispiel eine Kerze in der Hand halten und diese in Gedenken an die verstorbene Person an einer Trauerkerze entzünden. Die Kerzen werden anschließend an das Grab gestellt. Oder es können Wünsche an die verstorbene Person geschrieben werden, die mit in das Grab oder die Urne gelegt werden. Oder wir verteilen Samentüten, die sie bei der Grabstelle verstreuen oder später Zuhause im Garten oder sonstigen Stellen der Natur im stillen Gedenken ausbringen. Gerne suchen wir aus einem Füllhorn an Möglichkeiten auf Wunsch das passende und stimme Ritual aus..

7)     weiteres ausgewähltes Musikstück

8)     ggf. Trauerzug / gemeinsamer Gang von der Aussegnungshalle zum Grab

9)     Verabschiedungsworte: Die Worte der Verabschiedung, beispielsweise in der Aussegnungshalle oder direkt an der Grabstelle sollen wieder die Persönlichkeit der Verstorbenen/des Verstorbenen wiederspiegeln sowie an die individuelle Situation und Begebenheiten vor Ort angepasst sein. Sollte die letzte Ruhestätte zum Beispiel einen Urnengrab unter einem Baum sein, finde ich es schön, die Baumsymbolik aufzugreifen.

Hier zur Orientierung Worte, die an dieser Stelle gewählt werden können:

Bäume symbolisieren seit jeher die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Zu allen Zeiten ist der Baum in den verschiedensten Religionen und Kulturen ein bedeutendes Symbol gewesen: Er steht aufrecht, ist dem Himmel zugewandt und trotzdem fest mit der Erde verwurzelt. Jedem Baum wohnt eine jährlich erneuernde Lebenskraft inne, die er aus dem Wasser und seinen Wurzeln zieht. Damit stellt er seine Wandlungsfähigkeit heraus. Ein Baum wird und vergeht … ein Baum symbolisiert Leben und Tod. Mit dem Winter ist sein Dasein eines Baumes nicht beendet … im Frühjahr treibt er aus Neue Knospen und Blätter .. mit dem Tod ist das Leben nicht vorbei … Seele und Geist wachsen im Licht weiter!

10)  Schlussworte/ Verabschiedung: abschließend Worte oder ein Gebet schließen die freie Trauerfeier. Hier kann im Anschluss die Möglichkeit angeleitet, dass sich jeder der Trauergäste persönlich verabschiedet.

11)  Ausgewähltes Musikstück zum Abschluss / Ende der Trauerfeier

 

 

DAS VORBEREITUGNSGESPRÄCH

Der Ort für das Vorbereitungsgespräch kann in persönlicher Form am Hofgut am Dobl in 94419 Reisbach, bei Ihnen Zuhause oder telefonisch/digital per Anruf oder Videotelefonie stattfinden – so wie es für Sie am Besten passt!

Das Hofgut lädt ein, in entspannter Atmosphäre alle wichtigen Dinge zu besprechen

Das Hofgut lädt ein, in entspannter Atmosphäre alle wichtigen Dinge zu besprechen

Das Vorbereitungsgespräch einer freien Trauerfeier gliedert sich bei Ralf Schäfer in folgende Schritte:

1)     Gesprächsbeginn

Eine offene Unterhaltung ist die wichtige Basis, sich gegenseitig kennenzulernen. Als Trauerredner möchte ich zu Beginn mich und meine Arbeitsweise vorstellen. Anschließend lade ich Sie ein, über die Ereignisse der letzten Tage zu berichten. So erhalte ich Einblick in die Umstände des Todes und lerne Sie als Angehörige (Familie, wichtige Freunde, …) näher kennen. Grundsätzlich gilt absolute Vertraulichkeit: alles, was Sie mir berichten, wird vertraulich behandelt.

 2)     Informationen über die verstorbene Person

Im Mittelpunkt der Vorbereitung der freien Trauerfeier gilt es Informationen über die Verstorbene/den Verstorbenen zu sammeln.

Im Folgenden finden Sie wichtige Fragen, die gut sind, sich im Vorfeld des Vorbereitungstermins Gedanken zu machen:

  • Was waren wichtige Stationen im Leben? Wie gestaltete sich der Lebensweg?

  • Mit welchen Augen hat sie/er auf das Leben geblickt? Welche Rolle spielte der Glaube?

  • Was waren Stärken, aber auch Kanten? Was war charakteristisch für die Verstorbene/den Verstorbenen?

  • Was hat das Leben besonders geprägt? Welche Schicksale gab es?

  • Was hat Ihnen die Verstorbene/der Verstorbene bedeutet? Welche Rolle hat er/sie in der Familie/ im Freundeskreis gespielt?

  • Was hat er/sie Ihnen mitgegeben? Was haben Sie von ihr/ihm gelernt?

  • Gibt es Anekdoten, wichtige Lebensweisheiten und/oder ein Lebensmotto?

All diese Fragen zielen darauf ab, das Wesentliche der Person herauszuarbeiten und in Erfahrung zu bringen.

Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr! Einen Menschen zu beschrieben und ihn in seiner ganzen Einzigartigkeit darzustellen – dafür reicht die Zeit in einer freien Trauerfeier nicht aus und dies soll auch nicht der Anspruch sein!  Eine Trauerfeier kann und muss nicht an alle Facetten eines Menschen erinnern.

Sammeln Sie daher alles, was Sie und Ihre Familie sowie Freunde für wichtig erachten und bringen Sie Ihre Gedanken am besten in schriftlicher Form mit! Gemeinsam gilt es mit meiner Unterstützung diese Sammlung auf wesentliche und zentrale Aspekte zu reduzieren.

Neben den Erinnerungen können auch Gegenstände, Fotos, Gedichte, Lieder, die einem Verstorbenen viel bedeutet haben, mitgebracht werden. Diese helfen, mir ein Bild von dem Menschen zu machen, der von uns gegangen ist. Diese Gegenstände können auch Teil der freien Trauerfeier werden.

Umgang mit schwierigen Themen

Eine würdevolle und persönliche Trauerrede würdigt die Verstorbene/den Verstorbene, ohne diese/n in irgendeiner Weise bloßzustellen. Und dennoch sollte sie ehrlich und authentisch sein und auch den schwierigen Seiten eines Menschen Raum geben! Ich als erfahrener Redner weiß, was es braucht, um die passenden Worte zu finden und auf würdigende Weise miteinzubeziehen!

Sie möchten sich aktiv an der Trauerfeierbeteiligen – sehr gerne!

Eine aktive Teilnahme seitens Angehöriger oder Freunde mit einer kurzen Ansprache, einem Gedicht, einem Wunsch oder einem Musikstück ist von meiner Seite jederzeit willkommen – und sogar erwünscht!  Aktives Mitwirken kann in der Trauerarbeit sehr heilsam sein. Daher macht es Sinn, sich Mut zu fassen und sich aktiv an der Gedenkfeier zu beteiligen; jedoch sich selbst auch nicht zuviel zuzumuten. Gerne besprechen wir die Möglichkeiten und Optionen im Rahmen des gemeinsamen Vorbereitungsgespräches.